Teil IV / Ausbildereignung

Wer im Handwerk ausbilden möchte, benötigt nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch pädagogische Fähigkeiten. Diese können bei einer Ausbildung zum Ausbilder nach der AEVO erworben werden. Der Ausbilderschein dient als Nachweis der erworbenen Kenntnisse. Die wichtigsten Informationen zu Voraussetzungen, Kosten und Fördermöglichkeiten finden Sie hier.

Zeitraum

Der Lehrgang wird als Vollzeitkurs angeboten.

19.04.2022 – 24.06.2022

Mo bis Do 07:45-17:00 Uhr, Fr 07:45-12:00 Uhr

Lehrgangsdauer ca. 111 UE gem. Einsatzplanung an verschieden Tagen in der Woche

Inhalte 

1. Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen

  • Vorteile und Nutzen betrieblicher Ausbildung
  • Planungen und Entscheidungen des betrieblichen Ausbildungsbedarfs
  • Strukturen des Berufsbildungssystems und seine Schnittstellen
  • Auswahl der Ausbildungsberufe für den Betrieb
  • Eignung des Betriebes für eine bestimmte Ausbildung
  • Einsatz von Maßnahmen, die auf die Berufsausbildung vorbereiten
  • Abstimmung der Aufgaben für Auszubildende

2. Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken

  • betriebliche Ausbildungspläne
  • Möglichkeiten der Mitwirkung und Mitbestimmung der betrieblichen Interessenvertretung
  • Kooperationspartner der Berufsausbildung
  • Kriterien und Verfahren zur Auswahl von Auszubildenden
  • Berufsausbildungsvertrag
  • Auslandsaufenthalt

3. Ausbildung durchführen

  • Gestaltung des Ausbildungsplatzes
  • Organisation und Gestaltung der Probezeit
  • Entwicklung von Lern- und Arbeitsaufgaben
  • Ausbildungsmethoden und -medien
  • Umgang mit Lernschwierigkeiten
  • Zusatzqualifikationen während der Ausbildungszeit
  • soziale und persönliche Entwicklung von Auszubildenden
  • Leistungsbeurteilungen
  • interkulturelle Kompetenz der Auszubildenden

4. Ausbildung abschließen

  • Vorbereitung auf die Abschluss- oder Gesellenprüfung
  • Prüfungsanmeldung
  • Erstellung eines schriftlichen Zeugnisses
  • betriebliche Entwicklungswege und berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten für Auszubildende

Arbeitsmaterial

"Handwerkerfibel" (Band 4) Verlag: Holzmann Medien, Bad Wörishofen.

Voraussetzungen

Die Zulassungsvoraussetzungen werden in der Handwerksordnung geregelt. lm Regelfall gilt: Zur Meisterprüfung ist zuzulassen, wer eine Gesellenprüfung in dem Handwerk, in dem er die Meisterprüfung ablegen will, oder eine entsprechende Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf bestanden hat. Zur Meisterprüfung ist auch zuzulassen, wer eine andere Gesellenprüfung oder eine andere Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf bestanden hat und in dem Handwerk, in dem er die Meisterprüfung ablegen will, eine mehrjährige Berufstätigkeit nachweisen kann.

Information

Die Lehrgangsinhalte orientieren sich an den aktuellen Prüfungsordnungen (Teil IV) (HWO)/Ausbildereignungsprüfung.

Unterkunft

Unterkünfte stehen in beschränktem Umfang in der Villa der Dachdeckerschule Lehesten zur Verfügung. Auf Wunsch können jedoch auch Privatquartiere vermittelt werden. Bitte erfragen Sie den aktuellen Stand.

Kosten

Lehrgangskosten 595.00 € (Stand für Kurs 2022)

+ Gebühren der HWK (Prüfungsgebühr & Prüfungsnebenkosten)

Kosten für Fachliteratur etc. sind selbst zu tragen.

Förderungen

Es besteht die Möglichkeit der finanziellen Förderung als Zuschuss bzw. als zinsgünstiges Darlehen. Förderfähig sind Lehrgangsgebühren, Lebensunterhalts- sowie Prüfungskosten. Nähere Auskünfte dazu erteilen das Landesverwaltungsamt oder die Ämter für Ausbildungsförderung.

HWK Gera Weiterbildungsstipendium

HWk Gera Aufstiegs-BAföG

https://www.aufstiegs-bafoeg.de/